Kommunalfinanzen · Grundlagen
Jahresergebnis
Was nach einem Jahr unterm Strich übrig bleibt: alles, was der Stadt zusteht, minus allem, was sie verbraucht hat – ein Überschuss oder ein Fehlbetrag.
Was bedeutet Jahresergebnis genau?
Das Jahresergebnis ist die letzte Zeile der Ergebnisrechnung: alle Erträge minus alle Aufwendungen. Es setzt sich aus drei Teilen zusammen – dem ordentlichen Ergebnis (laufender Betrieb), dem Finanzergebnis (etwa Zinsen) und dem außerordentlichen Ergebnis (seltene, ungewöhnliche Vorgänge). Sind die Erträge höher, entsteht ein Überschuss, sonst ein Fehlbetrag. Das Ergebnis verändert grundsätzlich das Eigenkapital der Stadt. Es ist aber weder der Kontostand noch die Veränderung der Kreditschulden in diesem Jahr.
Worauf Sie achten sollten: Der Zusatz Plan, Entwurf oder Ist sagt, welchen Stand die Zahl hat. Bei den Unternehmen der Stadtwerke Bonn (SWB) stammt das Jahresergebnis dagegen aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach Handelsrecht. Dort können zwischen dem Ergebnis vor Ertragsteuern und dem Jahresergebnis noch Steuern, Gewinnabführungen oder Verlustübernahmen liegen.
Ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis nach Verlustübernahme heißt deshalb nicht, dass der Betrieb seine Kosten allein aus eigenen Erlösen deckt. Vergleichen Sie immer dieselbe Ergebnisstufe.
Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.
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