Grundlagen
Bilanz
Eine Momentaufnahme an einem Stichtag: Was besitzt die Stadt, und wie ist dieses Vermögen finanziert – mit eigenen Mitteln oder mit Schulden?
Genauer erklärt
Die Bilanz stellt an einem Stichtag, meist dem Jahresende, das Vermögen der Stadt und seine Finanzierung gegenüber. Auf der einen Seite (Aktivseite) steht, was die Stadt hat: Gebäude, Grundstücke, Beteiligungen an Unternehmen, offene Forderungen und Geld auf dem Konto. Auf der anderen Seite (Passivseite) steht, womit das finanziert ist: Eigenkapital, Sonderposten, Rückstellungen für spätere Verpflichtungen und Verbindlichkeiten, also Schulden. Beide Seiten ergeben immer dieselbe Summe. Das allein sagt noch nichts darüber, ob die Finanzen gesund sind.
Worauf Sie achten sollten: Bilanzwerte sind Buchwerte. Ein Gebäude kann noch lange nutzbar sein und trotzdem nur einen niedrigen Restwert in den Büchern haben – wie ein altes, gut gepflegtes Auto. Der Buchwert ist weder ein Verkaufspreis noch Geld, das für andere Aufgaben bereitliegt. Bilanzsumme und Jahresaufwand dürfen nicht addiert werden: Die Bilanz zeigt einen Bestand an einem Tag, der Aufwand einen Verbrauch über ein Jahr. Warum sich Werte ändern, zeigen erst Zugänge, Abgänge und Bewertungen.