Kommunalfinanzen · Erträge

Aktivierte Eigenleistungen

Eigene Arbeit der Stadt, die in einen dauerhaften Wert wie ein Gebäude einfließt und deshalb als Vermögen verbucht wird.

Was bedeutet Aktivierte Eigenleistungen genau?

Manchmal arbeiten städtische Beschäftigte an etwas, das der Stadt lange gehören wird. Beispiel: Fachleute der Stadt planen ein eigenes Bauvorhaben selbst. Diese Planungskosten können Teil der Baukosten sein, wenn sie dem Bau klar zuzurechnen sind. Die Stadt hat dafür zunächst Kosten gebucht, etwa Gehälter. Ein gleich hoher Ertrag gleicht sie aus, und der Wert erscheint stattdessen als Vermögen in der Bilanz. Das nennt man „aktivieren“.

In der Ertragsübersicht sieht das wie eine zusätzliche Einnahmequelle aus. Tatsächlich zahlt aber kein Kunde, und es kommt kein Zuschuss. Die Buchung verhindert, dass dieselbe Arbeit das Ergebnis doppelt belastet: einmal sofort als Kosten und später noch einmal über die Abschreibungen. So verteilt sich der Wertverlust auf die Jahre, in denen etwa ein Gebäude genutzt wird. Nicht jede interne Arbeit darf aktiviert werden. Allgemeine Verwaltungsarbeit wird nicht zu Vermögen, nur weil Beschäftigte Zeit dafür aufwenden. Es zählen nur Kosten, die dem Bauwerk nach den Bilanzregeln zuzurechnen sind.

Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.

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