Linienbusse
Abrufstand 22.7.2026 · Betreiberangabe · SWB Bus und Bahn – Beteiligungen und Liniennetz
Die Stadtwerke Bonn (SWB) sind eine Gruppe von Unternehmen, an denen die Stadt Bonn beteiligt ist. Eines davon, die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH, fährt die Busse und Bahnen. Hier sehen Sie, was dieser Betrieb kostet und welche Erträge (Einnahmen im Jahresabschluss) ihm gegenüberstehen – getrennt von Energie, Wasser und Netzen.
Quellenwiderspruch, geprüft am 17.09.2026: Der Artikel nennt für das Verkehrsdefizit 2024 sowohl 73,4 als auch 74,3 Mio. Euro. Ein eindeutiger Beleg aus einer Originalquelle fehlt.
Alle drei Werte sind gerundete Angaben aus einem Presseartikel. Sie stammen nicht alle aus derselben Zeile der Jahresrechnung der Verkehrs-GmbH.
Der ZfK-Artikel nennt in der Einleitung 73,4 Mio. Euro, in einem späteren Zitat 74,3 Mio. Euro. Beide Zahlen beziehen sich auf 2024. Solange keine Originalquelle das klärt, bleibt der Wert oben unsicher. Er ist außerdem nicht dasselbe wie das Ergebnis der Verkehrs-GmbH weiter unten.
Warum zwei so unterschiedliche Zahlen stimmen können
Der Beteiligungsbericht 2024 der Bundesstadt Bonn nennt für die Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH im Jahr 2024 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von -8,21 Mio. €-8.206.000 € (Ist). Die Zahl stammt aus der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), der Jahresrechnung des Unternehmens. Darin sind öffentliche Ausgleichszahlungen und Zuschüsse schon als Erträge enthalten. Sie zeigt also nicht, wie groß die Lücke im Verkehr war, bevor Geld von der Stadt dazukam.
2024 · Ist · Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH · Ergebnis vor Ertragsteuern
Nicht einfach voneinander abziehen: Das Verkehrsdefizit aus der Presse gilt für den ganzen Verkehrsbereich der SWB. Die -8,21 Mio. €-8.206.000 € sind dagegen eine einzelne Zeile im Abschluss der Verkehrs-GmbH. Für 2024 ist keine Rechnung veröffentlicht, die beide Zahlen vollständig Schritt für Schritt verbindet.
Der Beleg aus dem Vorjahr
Für 2023 zeigt der Beteiligungsbericht die Rechnung Schritt für Schritt. Vor dem kommunalen ÖDA-Ausgleich – einer Ausgleichszahlung für den vereinbarten Bus- und Bahnverkehr – fehlten knapp 68 Mio. €67.986.000 €. Genau daraus entstand die gerundete Defizitzahl, die die SWB veröffentlicht hat. Was nach dem Ausgleich noch fehlte, übernimmt die Eigentümerin der Gesellschaft (Gesellschafterin). Das heißt Verlustübernahme.
Der Beteiligungsbericht nennt alle drei Stufen einzeln: Defizit vor ÖDA-Ausgleich, ÖDA-Ausgleich und Fehlbetrag vor Verlustübernahme. Die Werte oben stammen direkt daraus.
Was hinter den Kosten steht
Die Finanzzahlen zeigen Kosten (Aufwand) und Ergebnis. Die Angaben der Betreiber und der Branche zeigen, was damit bereitsteht: Fahrzeuge, Linien und Haltestellen. Manche Zahlen gelten nur für SWB Bus und Bahn, andere für das gemeinsame Angebot mit SSB. Sie schließen Verbindungen ins Umland ein und beschreiben also nicht nur das Bonner Stadtgebiet.
Abrufstand 22.7.2026 · Betreiberangabe · SWB Bus und Bahn – Beteiligungen und Liniennetz
Abrufstand 22.7.2026 · Betreiberangabe · SWB Bus und Bahn – Beteiligungen und Liniennetz
Bezugsstand 20.7.2026 · Betreiberangabe · Bundesstadt Bonn – Kurzfristig weniger Stadtbahnen im Einsatz
Abrufstand 22.7.2026 · Beschaffung · SWB Bus und Bahn – Neue Škoda-Bahnen
Datenstand: Betreiberangaben 2026 und Statistik 2023 des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Quellen: SWB Bus und Bahn – Beteiligungen und Liniennetz, SWB Bus und Bahn – Leistungsqualität und SWB Bus und Bahn – Neue Škoda-Bahnen, Bundesstadt Bonn – Kurzfristig weniger Stadtbahnen im Einsatz sowie VDV-Statistik 2023. Die 62 Kilometer sind die Länge der Schienenstrecken. Abschnitte, auf denen mehrere Linien fahren, zählen nur einmal. Wie sich die rund 100 vorhandenen Bahnen zu einem gemeinsamen Stichtag auf Stadt- und Straßenbahnen verteilen, ist nicht veröffentlicht. Die 28 betreffen nur den Kauf neuer Straßenbahnen.
Wie gut das Netz erreichbar ist
2022 hatten 99,95 % der Bonner Bevölkerung eine ausreichend oft bediente Haltestelle in Gehweite. Das war der höchste Wert unter allen untersuchten Städten und Landkreisen. Die Zahl stammt aus einer bundesweit einheitlichen Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR).
Das heißt: Haltestelle höchstens 600 Meter oder Bahnhof höchstens 1.200 Meter entfernt, mit mindestens 28 Abfahrten an einem Werktag.
Das BBSR vergleicht alle Städte nach derselben Methode und mit Daten von 2022. Die Tabelle nutzt eine etwas niedrigere Schwelle: mindestens 20 Abfahrten am Tag. Bonn liegt mit 99,9 % knapp vor den ausgewählten Großstädten. Münster folgt mit etwas größerem Abstand.
| Stadt | Anteil der Bevölkerung mit Mindestangebot in Gehweite |
|---|---|
| Bonn | 99,9 % |
| Karlsruhe | 99,8 % |
| Wiesbaden | 99,7 % |
| Augsburg | 99,7 % |
| Mannheim | 99,7 % |
| Münster | 98,6 % |
Nicht vermischen: Beide Werte beruhen auf BBSR-Daten 2022, setzen aber ein unterschiedliches Mindestangebot voraus. Der Spitzenwert von 99,95 % verlangt mindestens 28 Abfahrten pro Werktag, die Vergleichstabelle mindestens 20.
Die Kosten
Der Beteiligungsbericht der Stadt teilt die Kosten – im Abschluss Aufwand genannt – in vier Arten. „Material“ ist ein Sammelposten. Er umfasst nicht nur Treibstoff, sondern zum Beispiel auch Leistungen, die andere Firmen erbringen.
| Aufwandsart | Betrag |
|---|---|
| Materialaufwand | 87,9 Mio. €87.864.000 € |
| Personalaufwand | 101 Mio. €100.942.000 € |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 40,8 Mio. €40.753.000 € |
| Abschreibungen | 12,3 Mio. €12.325.000 € |
Die Erträge
Die Einnahmeseite heißt im Jahresabschluss Erträge. Die Quelle nennt zwei Arten: Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge. Fahrgelder und die öffentlichen Ausgleichszahlungen für 2024 stehen dort nicht in eigenen Zeilen. Deshalb bleiben die sonstigen betrieblichen Erträge hier ein einziger Block.
| Ertragsart | Betrag |
|---|---|
| Umsatzerlöse | 115 Mio. €115.454.000 € |
| Sonstige betriebliche Erträge | 123 Mio. €122.610.000 € |
Was die Stadt selbst einplant
Der Kernhaushalt ist der Haushalt der Stadtverwaltung selbst. Die SWB-Verkehrsgesellschaft ist dagegen ein eigenes Unternehmen mit eigenem Jahresabschluss. Die folgenden Zahlen zeigen deshalb nur den Plan 2026 für den städtischen Haushaltsbereich ÖPNV, die Produktgruppe ÖPNV.
Wie es um den städtischen Haushalt insgesamt steht, erklärt der Haushaltsausblick 2026 – mit Jahresprognose und Haushaltssperre. Er betrifft den Kernhaushalt, nicht das Unternehmensergebnis von SWB Bus und Bahn.
Investitionen von SWB und SSB mitfinanzieren900 Tsd. €900.000 €Städtische Spitzenfinanzierung
Personal- und Pensionskosten der Stadt für diesen Bereich647 Tsd. €647.064 €Personal- und Versorgungsaufwendungen
Übrige Verwaltungsaufwendungen3.094 €3.094 €Sachleistungen, Abschreibungen und sonstiger Aufwand
Wichtig: Diese 1,55 Mio. €1.550.158 € sind nicht die Gesamtkosten von Bus und Bahn in Bonn. Sie gleichen auch nicht den ganzen Verlust der SWB-Verkehrsgesellschaft aus.
Was in diese Rechnung gehört
„SWB“ ist der gemeinsame Name mehrerer Unternehmen. Die Kosten- und Ertragsarten oben stammen aus dem Einzelabschluss 2024 der Stadtwerke Bonn Verkehrs-GmbH. Das ist die Jahresrechnung nur dieser einen Gesellschaft, nicht der ganzen SWB-Gruppe. Das Verkehrsdefizit und die Ausgleichszahlungen am Seitenanfang sind dagegen gerundete Angaben für den Verkehrsbereich des gesamten SWB-Konzerns.
Bus- und Bahnbetrieb mit den oben gezeigten Kosten und Erträgen
Einnahmen und Kosten aus Energie und Wasser zählen nicht zu diesen ÖPNV-Zahlen – siehe SWB Energie und Wasser
Bonn-Netz und die Müllverwertungsanlage (MVA) sind ebenfalls nicht enthalten – siehe Bonn-Netz und MVA Bonn
Innerhalb der SWB-Gruppe hängen die Bereiche trotzdem zusammen. Über den steuerlichen Querverbund dürfen Gewinne und Verluste bestimmter Bereiche steuerlich verrechnet werden, etwa aus Versorgung und Verkehr. Das kann Steuern sparen. Die Quelle erlaubt aber keine Aussage wie „ein bestimmter Strom-Euro bezahlt eine bestimmte Buslinie“.