Was kostet Bonn? erklärt in Alltagssprache, woher die Stadt Bonn ihr Geld bekommt und wofür sie es ausgibt. Alle Zahlen stammen aus veröffentlichten Unterlagen der Stadt und anderer öffentlicher Stellen. Hier lesen Sie, wie wir rechnen und wo die Zahlen an Grenzen stoßen.
Ein privates Hobbyprojekt
Was kostet Bonn? ist ein unabhängiges, privates Hobbyprojekt. Es ist kein amtliches Angebot der Bundesstadt Bonn. Beim Auswerten und Aufbereiten hilft KI. Wir gleichen die Zahlen mit den Quellen ab und prüfen sie technisch. Trotzdem können Fehler beim Abschreiben, Rechnen oder Deuten passieren. Verbindlich sind immer die verlinkten Originalunterlagen. Bitte prüfen Sie wichtige Angaben dort nach.
Der kurze Einstieg
Vier Unterschiede, mit denen Sie jeden Bericht verstehen
Wer diese vier Paare kennt, kann die meisten Zahlen auf dieser Website richtig einordnen.
Plan ist das, was der Rat vorab beschlossen hat – wie ein Haushaltsbuch fürs kommende Jahr. Ist ist das, was am Ende tatsächlich verbucht wurde. Ein Entwurf liegt dazwischen: Das Jahr ist abgerechnet, aber noch nicht endgültig bestätigt.
Die Ergebnisrechnung zeigt, was die Stadt in einem Jahr verbraucht und erwirtschaftet – etwa Personal, Energie oder die Abnutzung von Gebäuden. Die Finanzrechnung zeigt, welches Geld tatsächlich auf die Konten kommt und abfließt. Abschreibungen stehen deshalb nur in der Ergebnisrechnung. Ein aufgenommener Kredit erscheint nur in der Finanzrechnung, als Einzahlung.
Ertrag und Aufwand beschreiben, was die Stadt in einem Jahr wirtschaftlich gewinnt oder verbraucht. Einzahlung und Auszahlung beschreiben, wann Geld tatsächlich fließt. Beides kann in unterschiedlichen Jahren und in unterschiedlicher Höhe anfallen.
„Personalaufwand“ sagt, welche Art von Kosten anfällt, etwa Löhne und Gehälter. „Schule“ sagt, für welche Aufgabe sie anfallen. Das sind zwei Blickwinkel auf denselben Haushalt. Man darf sie deshalb nicht zusammenzählen.
Städtische Unternehmen
So liest man einen SWB-Einzelabschluss
Die Stadtwerke Bonn (SWB) bestehen aus mehreren Gesellschaften. Jede legt einen eigenen Abschluss vor, den Einzelabschluss. Die vier Unternehmensberichte zu Bus und Bahn, Energie, Netzen und Müllverwertung lesen wir nach denselben Regeln, damit nichts vermischt wird.
Umfang zuerst
Ein Einzelabschluss gilt nur für die genannte Gesellschaft. Zahlen für einen einzelnen Geschäftsbereich oder für den gesamten SWB-Konzern sind etwas anderes und ersetzen ihn nicht.
Die Quellen führen Erträge und Aufwendungen in getrennten Listen. Wir verbinden sie deshalb nicht zu einer Geschichte, wohin jeder Euro wandert. Es lässt sich zum Beispiel nicht sagen, dass die Gewerbesteuer genau eine bestimmte Aufgabe bezahlt.
Vorzeichen und Rundung
Ist das Jahresergebnis negativ, hat die Stadt mehr verbraucht als erwirtschaftet: ein Fehlbetrag. Ist der Saldo der Finanzrechnung negativ, ist mehr Geld abgeflossen als hereingekommen. Wir rechnen intern auf den Cent genau. Angezeigt wird auf volle Euro gerundet. Deshalb können einzelne Zeilen zusammen um wenige Euro von der ebenfalls gerundeten Summe abweichen.
Für Pro-Kopf-Werte teilen wir einen Betrag nur durch die Einwohnerzahl desselben Jahres. Wir nutzen die jeweils angegebene Einwohnerzahl laut Melderegister. Vergleiche über mehrere Jahre sind nicht um die Inflation bereinigt. Ein Euro von vor zehn Jahren zählt also genauso viel wie ein Euro heute.
Welche Quelle hat Vorrang?
Gibt es für dieselbe Zahl mehrere Quellen, gilt diese Reihenfolge:
Festgestellter Jahresabschluss – für endgültige Ist-Werte.
Entwurf des Jahresabschlusses – nur als ausdrücklich vorläufiger Stand.
Beschlossener Haushaltsplan – für Planwerte und die Planung der nächsten Jahre.
Statistiken und offene Datenarchive – für Einwohnerzahlen, ältere Planstände und Zusatzangaben zu den Daten.
Bei veröffentlichten Planwerten sind die PDF-Anlagen maßgeblich, die im Quellenregister stehen. Interaktive Angebote der Stadt nutzen wir nur zum Gegenprüfen. Weichen Werte wegen Rundung oder unterschiedlicher Fassungen ab, mischen wir sie nicht in einer Reihe.
Grenzen der Darstellung
Was diese Seite nicht behauptet
Jeder Bericht gilt nur für die dort genannte Quelle. Meist ist das die Kernverwaltung der Stadt, ohne ihre Unternehmen. Planwerte sagen nicht voraus, was später tatsächlich verbucht oder gezahlt wird. Ein Entwurf des Jahresabschlusses kann sich bei Prüfung und endgültiger Bestätigung noch ändern. Diese Website ersetzt weder den Jahresabschluss noch die Unterlagen des Rates. Sie ist kein amtliches Angebot der Bundesstadt Bonn.