Kommunalfinanzen · Aufwendungen

Bilanzielle Abschreibungen

Der Wertverlust von Gebäuden, Fahrzeugen und Ausstattung, verteilt auf die Jahre, in denen sie genutzt werden.

Ein Beispiel

Angenommen, ein Fahrzeug kostet 100.000 Euro und wird zehn Jahre gleichmäßig abgeschrieben. Dann entstehen vereinfacht 10.000 Euro Aufwand pro Jahr.

Was bedeutet Bilanzielle Abschreibungen genau?

Abschreibungen funktionieren ähnlich wie der Wertverlust eines Autos. Was ein Gebäude, ein Fahrzeug oder eine Ausstattung gekostet hat, wird planmäßig auf die erwartete Nutzungsdauer verteilt. So trägt jedes Nutzungsjahr einen Teil der Kosten. Verliert etwas dauerhaft an Wert, kann zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung nötig sein. Der verbleibende Buchwert zeigt deshalb nicht, was ein Ersatz heute kosten würde.

Abschreibungen gehören zu den Kosten einer Aufgabe, obwohl dafür in diesem Jahr kein Geld fließt. Die Zahlung für Kauf oder Bau steht getrennt in der Finanzrechnung. Wer beides addiert, vermischt zwei verschiedene Rechnungen. Abschreibungen legen auch kein Geld für einen späteren Ersatz zurück. Hat ein Investitionszuschuss den Kauf mitfinanziert, wird er über die Jahre schrittweise als Ertrag gebucht (Auflösung des Sonderpostens). Das gleicht einen Teil der Belastung aus. Die Abschreibung bleibt trotzdem in voller Höhe sichtbar.

Worauf kommt es an?

Eine Abschreibung ist Aufwand, aber keine Zahlung: Im Abschreibungsjahr fließt dafür kein Geld.

Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.

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