Kommunalfinanzen · Grundlagen

Ergebnis vor Ertragsteuern

Gewinn oder Verlust eines Unternehmens, bevor die Steuern auf den Gewinn abgezogen werden.

Was bedeutet Ergebnis vor Ertragsteuern genau?

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist eine Zwischensumme in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens. Es enthält alle Erträge und Aufwendungen bis zu dieser Stufe, auch Zinsen und andere Finanzposten. Nur die Steuern auf den Gewinn (Ertragsteuern) fehlen noch. Es ist also weder der Umsatz noch das Ergebnis des reinen Betriebs ohne Finanzierung.

Worauf Sie achten sollten: In den Berichten zu den Stadtwerken Bonn (SWB) steht die Zahl so, wie sie der veröffentlichte Jahresabschluss der jeweiligen Gesellschaft ausweist. Wer die gezeigten betrieblichen Erträge und Aufwendungen selbst verrechnet, kommt nicht unbedingt auf denselben Wert – in diesen verkürzten Listen können weitere GuV-Posten fehlen. Beim Verkehrsunternehmen sind öffentliche Ausgleichszahlungen schon in den betrieblichen Erträgen enthalten. Ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern ist dort also nicht automatisch das ganze Defizit vor öffentlicher Finanzierung.

Auch der Weg zur Gewinnabführung und zum Jahresergebnis braucht eine vollständige Rechnung Schritt für Schritt. Die sichtbaren Kennzahlen einfach voneinander abzuziehen, kann in die Irre führen.

Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.

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