Kommunalfinanzen · Erträge

Finanzerträge

Zinsen aus Geldanlagen und Forderungen sowie Gewinnanteile aus Beteiligungen an Unternehmen.

Ein Beispiel

Schüttet ein städtisches Beteiligungsunternehmen einen Gewinn an die Stadt aus, kann das ein Finanzertrag sein.

Was bedeutet Finanzerträge genau?

Finanzerträge kommen aus Geldgeschäften: Zinsen für angelegtes Geld oder für Forderungen und Gewinnanteile aus Beteiligungen. Im Haushalt werden sie mit den Zinsen und sonstigen Finanzaufwendungen zum Finanzergebnis verrechnet. Sie stehen dort getrennt von den übrigen laufenden (ordentlichen) Erträgen, auch wenn sie regelmäßig anfallen können.

Bei Beteiligungen kommt es darauf an, wer das Geld bekommt. Macht eine SWB-Gesellschaft Gewinn, ist das nicht automatisch ein Finanzertrag des Bonner Kernhaushalts. Der Gewinn kann im Unternehmen bleiben oder zuerst an eine andere Gesellschaft im Konzern fließen. In die Rechnung der Stadt gehört nur, was ihr tatsächlich zugebucht wird. Eine Ausschüttung sagt auch nicht, ob sich die Beteiligung insgesamt trägt. Dafür muss man etwa Verlustübernahmen und andere Zahlungen mitlesen. Wird eine Geldanlage zurückgezahlt, ist das nicht vollständig Ertrag: Das zurückgezahlte Geld war vorher schon Vermögen der Stadt.

Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.

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