Kommunalfinanzen · Grundlagen

Operativer Cashflow

Wie viel Geld aus dem laufenden Betrieb der Stadt übrig bleibt oder fehlt: eingezahltes minus ausgezahltes Geld.

Was bedeutet Operativer Cashflow genau?

Der operative Cashflow zeigt, ob die Stadt im Alltagsbetrieb mehr Geld einnimmt, als sie auszahlt. Gemeint sind echte Zahlungen aus der laufenden Verwaltung, zum Beispiel eingegangene Steuern oder gezahlte Gehälter. Laufende Zinszahlungen gehören nach der kommunalen Gliederung ebenfalls dazu. Ein positiver Wert heißt: Aus dem laufenden Betrieb bleibt Geld übrig. Ein negativer Wert heißt: Dafür muss zusätzlich Geld beschafft werden.

Investitionen, neue Kredite und Tilgungen stehen gesondert und zählen hier nicht mit. Abschreibungen (der jährliche Wertverlust von Gebäuden oder Fahrzeugen) und neu gebildete Rückstellungen sind keine Zahlungen und fehlen ebenfalls. Deshalb kann der Wert deutlich vom Jahresergebnis abweichen. Ein Überschuss heißt auch nicht, dass Investitionen und Tilgungen schon vollständig bezahlt sind. Unternehmen grenzen die Kennzahl teils anders ab oder berechnen sie indirekt. Vergleichen Sie mit einem städtischen Betrieb nur, wenn Definition, Zeitraum und Status (Plan oder Ist) übereinstimmen.

Konkrete Bonner Zahlen finden Sie in den Berichten zu Bonns Finanzen. Dort nennt jede Zahl ihr Jahr, ihren Status (etwa Plan oder Ist) und die Originalquelle.

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