Leitfrage · 2 Beiträge · Stimmen: Wissenschaft, Redaktion
Sollte Bonn die Steuern weiter erhöhen?
Die Gewerbesteuer ist schon hoch, bei der Grundsteuer bleibt Bonn unter dem aufkommensneutralen Satz.
Jeder Hebesatzpunkt bringt sicheres Geld, weil die Stadt Mehreinnahmen über dem Landes-Rechenwert komplett behalten darf. Höhere Steuern treffen aber Betriebe, Mieterinnen und Eigentümer.
Was feststeht
- Bonn verlangt 537 % Gewerbesteuer. Ein Punkt mehr bringt 0,66 Mio. €.
- Bei der Grundsteuer B bleibt der Rat mit 680 % unter dem aufkommensneutralen Satz.
- Das Defizit 2026 allein über Steuern zu schließen, hieße 792 % Gewerbesteuer oder 1.901 % Grundsteuer B.
Was offen ist
- Wie Unternehmen auf weitere Erhöhungen reagieren würden, ist für Bonn nicht untersucht.
- Die Grundsteuer-Hebesätze sind nach der Reform nur eingeschränkt mit früher vergleichbar.
Zum Einlesen
Erklärstücke und Analysen ohne Haltung zur Frage.
Die Positionen
Meinungsbeiträge, sortiert nach Haltung. Jede Perspektive nutzt dieselben belegten Zahlen.
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Passende Faktenchecks
Blitzer und Knöllchen machen Bonn reich.
Stimmt nichtNach Abzug ihrer eigenen Kosten brachte die Verkehrsüberwachung 2024 rund 2,5 Mio. € (Ist, nach interner Verrechnung). Das sind 0,14 % aller Erträge.
Die oft zitierten 12 Mio. € aus den Bußgeldlisten sind ausgestellte Beträge, keine Einnahmen. Die Zahl der Verfahren sinkt sogar, von 359.653 (2023) auf 301.116 (2025, Entwurf).
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →
Als Bundesstadt bekommt Bonn jedes Jahr Geld vom Bund.
Stimmt nicht (heute)Nach dem Umzug nach Berlin flossen von 1995 bis 2004 rund 1,44 Mrd. € in die Region Bonn, für Projekte und nicht für den laufenden Stadthaushalt.
Heute gibt es keinen laufenden Bundesstadt-Ausgleich. Eine neue Zusatzvereinbarung mit dem Bund ist verhandelt, aber noch nicht unterschrieben (Stand September 2026).
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →
Mit höheren Steuern wäre das Problem gelöst.
Stimmt nichtBonn hat schon einen der höchsten Gewerbesteuersätze in NRW (537 %).
Um das erwartete Defizit 2026 allein über Steuern zu schließen, bräuchte es 792 % Gewerbesteuer oder 1.901 % Grundsteuer B. Mehr in Woher das Geld kommt.
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →