Leitfrage · 2 Perspektiven
Sollte Bonn die Steuern weiter erhöhen?
Die Gewerbesteuer ist schon hoch, bei der Grundsteuer bleibt Bonn unter dem aufkommensneutralen Satz.
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Thema · 6 Beiträge
Hat Bonn ein Einnahme- oder ein Ausgabenproblem? Gewerbesteuer, Grundsteuer und der Finanzausgleich mit dem Land.
Stand der Dinge · 4. Oktober 2026
Die Steuerkraft lag 2023 +24 % über der typischen kreisfreien Stadt. Wichtigste Steuer ist die Gewerbesteuer (41 % aller Steuern).
Mit 537 % verlangt Bonn einen der höchsten Gewerbesteuer-Hebesätze im Land. Vom Plus einer Gewerbesteuer-Welle bleibt über den Finanzausgleich zeitversetzt oft nur ein Viertel.
Gewerbesteuer-Hebesatz. Nur zwei kreisfreie Städte in NRW verlangten 2024 mehr
Gewerbesteuer wären nötig, um das erwartete Defizit 2026 allein so zu schließen. Höchster Satz einer kreisfreien Stadt 2018 waren 580 %
Grundsteuer B wären es alternativ, fast das Dreifache von heute
Gewerbesteuer, 71 Mio. € mehr als im Jahr davor
aller Steuern kommen 2026 aus der Gewerbesteuer
Grundsteuer-B-Hebesatz, unter dem aufkommensneutralen Satz von 732 %. Das kostet rund 8 Mio. € im Jahr
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Meinungsbeiträge und Leitfragen zu diesem Thema.
Leitfrage · 2 Perspektiven
Die Gewerbesteuer ist schon hoch, bei der Grundsteuer bleibt Bonn unter dem aufkommensneutralen Satz.
1 ordnet ein1 wägt ab
Schätz jeden Tag drei Zahlen aus Bonns Haushalt. Danach siehst du Jahr, Status und Quelle und teilst dein Ergebnis.
Such deine Straße in den Bußgelddaten 2024: wie oft geblitzt und aufgeschrieben wurde, und warum das den Haushalt nicht rettet.
Blitzer und Knöllchen machen Bonn reich.
Stimmt nichtNach Abzug ihrer eigenen Kosten brachte die Verkehrsüberwachung 2024 rund 2,5 Mio. € (Ist, nach interner Verrechnung). Das sind 0,14 % aller Erträge.
Die oft zitierten 12 Mio. € aus den Bußgeldlisten sind ausgestellte Beträge, keine Einnahmen. Die Zahl der Verfahren sinkt sogar, von 359.653 (2023) auf 301.116 (2025, Entwurf).
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →
Als Bundesstadt bekommt Bonn jedes Jahr Geld vom Bund.
Stimmt nicht (heute)Nach dem Umzug nach Berlin flossen von 1995 bis 2004 rund 1,44 Mrd. € in die Region Bonn, für Projekte und nicht für den laufenden Stadthaushalt.
Heute gibt es keinen laufenden Bundesstadt-Ausgleich. Eine neue Zusatzvereinbarung mit dem Bund ist verhandelt, aber noch nicht unterschrieben (Stand September 2026).
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →
Mit höheren Steuern wäre das Problem gelöst.
Stimmt nichtBonn hat schon einen der höchsten Gewerbesteuersätze in NRW (537 %).
Um das erwartete Defizit 2026 allein über Steuern zu schließen, bräuchte es 792 % Gewerbesteuer oder 1.901 % Grundsteuer B. Mehr in Woher das Geld kommt.
Geprüft am 04.10.2026Faktencheck mit Quellen →