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Was kostet Bonn?

Geld von Bund und Land

Hebesatz

Der Prozentsatz, mit dem die Stadt die Höhe von Gewerbe- und Grundsteuer selbst festlegt. Der Rat beschließt ihn.

Auch: Hebesätze, Hebesatzes

Gewerbesteuer und Grundsteuer heißen Realsteuern. Das Finanzamt ermittelt zunächst einen Messbetrag, die Stadt multipliziert ihn mit ihrem Hebesatz. Ein Hebesatz von 500 Prozent bedeutet: Die Steuer ist fünfmal so hoch wie der Messbetrag.

Den Hebesatz legt die Gemeinde fest, in NRW beschließt ihn der Rat, in der Haushaltssatzung oder in einer eigenen Hebesatzsatzung. Bei der Gewerbesteuer muss er für alle Unternehmen einer Gemeinde gleich sein, und das Bundesrecht schreibt eine Untergrenze vor. Bei der Grundsteuer gibt es getrennte Sätze für die Grundsteuer A, die Grundsteuer B und gegebenenfalls eine Grundsteuer C für baureife Grundstücke; in NRW darf die Grundsteuer B zusätzlich nach Wohn- und Nichtwohngrundstücken unterschieden werden.

Hebesätze sind einer der wenigen großen Hebel, die eine Stadt auf der Einnahmenseite selbst in der Hand hat. Höhere Sätze bringen mehr Geld, können aber Unternehmen und Wohnkosten belasten. Ob Bonns Sätze hoch oder niedrig sind, zeigt nur der Vergleich mit Nachbarstädten und ähnlich großen Städten.

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