Rechnungswesen
Eigenkapital
Der rechnerische Rest des Vermögens nach Abzug von Schulden, Rückstellungen und anderen Posten – kein Geld auf einem Konto.
Eigenkapital ist eine Rechengröße: das bilanzierte Vermögen minus alle übrigen Posten der Passivseite wie Schulden, Rückstellungen und Sonderposten. Beim Eigenheim wäre es der Wert des Hauses abzüglich der Restschuld beim Kredit. In der kommunalen Bilanz besteht es unter anderem aus allgemeiner Rücklage, Ausgleichsrücklage und Jahresergebnis. Jahresfehlbeträge, also Verluste eines Jahres, können diesen rechnerischen Puffer aufzehren. Weitere Veränderungen folgen aus Buchungs- und Verrechnungsregeln.
Das Eigenkapital liegt nicht als Geld auf einem Konto. Es steckt auch in Schulen, Straßen und anderem Vermögen, das die Stadt für ihre Aufgaben braucht. Positives Eigenkapital heißt deshalb nicht, dass genug Geld zum Bezahlen da ist. Umgekehrt zeigt ein niedriger Wert allein nicht, welche Rechnungen die Stadt morgen bezahlen kann. Für ein Gesamtbild gehören Ergebnisentwicklung, Zahlungsfähigkeit und Schulden dazu.
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